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D E R   A P O S T E L   P A U L U S
 

                      Der Apostel Paulus war der Sendbote Christi und Bekehrer der Heiden

 

                                   Neben Petrus ist Apostel Paulus die fundamentalste Figur im Christentum

 

                                                  Der Apostel Paulus verhalf dem Christlichen Glauben zur Weltreligion

 

                                                                  Die ältesten Texte im Neuen Testament sind die Briefe des Apostel Paulus

 

 
 

 

                   

                     
 

 

   Der Apostel Paulus   /  von Agnus D.  /  anno domini  2003

 

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Das Profil des Apostel Paulus

Der König der Apostel nimmt nach Jesus im Neuen Testament den wohl wichtigsten Platz ein. Dies kann man der großen Menge der von Paulus an die christlichen Urgemeinden verfassten Briefe entnehmen. Sie haben besonders an den kirchlichen Glaubenslehren zentralen Anteil, welche deswegen gewissermaßen paulinisch ausgerichtet sind. Ein "Christlich" erwünschtes Verhalten hatte man sich einstmals aus all jenen Schriftstücken des Paulus herausgelesen, um damit eine verbindliche Kirchenmoral zu formulieren.

Paulus Heimat war Tarsus im heutigen Südosten der Türkei. Dort wurde er wohl geboren, und dort wuchs er auch in behüteten Verhältnissen auf. Seine galiläischen Eltern gaben ihm den Namen Schaul, was nun soviel bedeutet wie der "Erbetene", was sehr stark auf ein Wunschkind hindeutet. Die näheren Umstände seiner Kindheit und Jugend werden uns nicht überliefert. Sein Schullehrer soll wohl ein jüdischer Gelehrter namens Gamaliel gewesen sein, welcher ein hoch angesehener Pharisäer war. Dass das Saulus-Kind ein sehr guter Schüler gewesen sein muss, das lassen uns etwa sein Arbeitseifer sowie seine offenkundigen Fähigkeiten unschwer erkennen. Wie nun Saulus zum römischen Bürgerrecht gekommen ist, wird nirgends berichtet. Wir können da nur vermuten, dass er sich sozusagen in Elite-Kreisen bewegt hat. Des Weiteren muss er immer sehr umtriebig  gewesen sein, wie das oftmals bei Leuten der Fall ist, die von einer relativ geringen Körpergröße sind. Sein Beruf wird mit dem eines Zeltmachers angegeben, wobei er dazu noch der religiösen Laienbewegung der Pharisäer angehörte. Obwohl sie sich vielleicht einmal da oder dort in Israel hätten begegnen können, sind Jesus und Saulus doch niemals aufeinander getroffen. Auf Seiten der Pharisäer war nun Saulus zunächst erklärter Feind aller Christen, welche er mit Schwert und Gewalt blutig verfolgte. Denn ihm schien das Christentum ein ganz gefährlicher Irrglaube zu sein, welcher die Einheit des altjüdisch überkommenen Glaubens zu sprengen drohte. 

Aus der Offenbarung (Offb 3,16) wissen wir, dass für den Geist heiß oder kalt zählt, und von ihm lediglich das Laue verächtlich ausgespuckt wird. Saulus war zunächst kalter Christ und heißer Pharisäer. Der Geist des Herrn brauchte ihn deswegen nur um 180 Grad zu drehen, um ihn zum kalten Pharisäer und heißen Christen werden zu lassen. Diese ihn umstülpende Bekehrung vom Saulus, der die christlichen Gemeinden blutig verfolgte, zum Missionar Paulus machte ihn im übertragenen Sinne unsterblich. So schildert da die Apostelgeschichte 9 : "Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden gegen die Jünger ......." Als er aber auf dem Wege war und in die Nähe von Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul was verfolgst du mich?“ All denen, die Gott erleben möchten, kann aber nicht geraten werden, Christen blutig zu verfolgen, weil das Ereignis von Damaskus ein einmaliger Eingriff des Herrn gewesen war. Und zwar deshalb, weil ein Mann wie Saulus mit seinen Verbindungen und Fähigkeiten zur Etablierung des christlichen Glaubens dringend gebraucht wurde. Das ist heute nicht mehr der Fall, weil gegenwärtig die letzten Tage dieser todgeweihten Zeitwelt ablaufen. 

In den Schriften erleben wir Apostel Paulus nicht etwa als ein von allem strotzendes Ass, viel eher als kränklichen, unscheinbaren Mann, welcher auf seinen ausgedehnten Touren in andere Länder oftmals in lebensgefährliche Schwierigkeiten geriet. In seinen Briefen machte er dieses nur am Rande zum Thema. Er habe den Herrn „gesehen“ ist eigentlich schon fast alles, was man von ihm über das einschneidendste Ereignis in seinem abenteuerlichen Lebenslauf erfährt. Anfangs hatte er noch sehr große Überredungs- und Überzeugungskünste aufzuwenden, um von den christlichen Urgemeinden aufgenommen zu werden. Zu schrecklich waren die Erinnerungen an ihn, und seinen von ihm an ihnen ausgeübten Terror. Aber Saulus wäre sicherlich nicht Paulus gewesen, wenn er die Hürden nicht genommen hätte. Der Herr war ganz offensichtlich mit ihm und seinem Wirken, wie in den Gemeinden zum Schluss auch der letzte christliche Zweifler und Kritiker einsehen musste.

Man schätzt, dass die Umkehrung des Saulus zum Paulus durch den universalen Geist des Herrn, sich etwa Anfang der dreißiger Jahre zugetragen hatte, und damit nur wenige Jahre nach Jesu Tod und seiner Auferstehung. Jesu Sterbedatum wird von den meisten Historikern um das Jahr 30 angenommen, so dass er gemäß seiner Geburt um das Jahr 7 vor 0, damit ergo bei seinem Tod etwa 37 Jahre alt gewesen sein muss. Man hat errechnet, dass Paulus auf einer seiner Reisen nach Rom eine Strecke von rund 4100 Kilometer zurückgelegt hatte. Und das mit den Mitteln der damaligen Zeit, wie zu Fuß, auf dem Rücken von Tieren, oder an Bord von Schiffen, unter anstrengenden klimatischen Bedingungen.

Die Schriften des Paulus gehören zu den ältesten Texten im Neuen Testament. All die anderen Texte - einschließlich den Evangelien - wurden erst danach und so niedergeschrieben, wie wir sie heute kennen. Paulus Verdienst besteht darin, den Glauben der heidnischen Welt nahe gebracht zu haben. Anfangs waren ja die Christen nur ein kleines Häuflein, das aus dem traditionellen jüdischen Glauben ausgeschert war, und sich als eine weitere unliebsame Sekte zu behaupten hatte. Von daher wurde es notwendig auch Nichtjuden in die Gemeinschaft der Gläubigen mit einzubeziehen, was Paulus unermüdlich propagierte und auch mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den heftigen Widerstand Andersdenkender durchsetzte. Insbesondere hatte dies streitige Auseinandersetzungen mit den Aposteln Jakobus und Petrus zur Folge, die ja anders als er Jünger Jesu gewesen waren. So verkündete Paulus beispielsweise, dass mit dem Kommen Christi es nicht mehr länger notwendig sei, die jüdischen Gesetze, sowie dabei auch die widernatürliche Beschneidung, einzuhalten. Damit musste er naturgemäß bei all den beschnittenen Juden zwangsläufig auf einen starken Widerstand stoßen. Aber er überwand die sich ihm in den Weg stellenden Widerstände mit Beharrlichkeit und seiner wohl trefflichen Argumentationsgabe, weshalb er schließlich den Sieg davontrug, und damit dem Christentum den Weg zur Weltreligion ebnete.

Nach der Kirchengründung sind es des Öfteren die beeindruckenden Briefe des Paulus gewesen, welche da für spektakuläre Neuorientierungen sorgten: so etwa wie bei dem Reformator Martin Luther oder aber dann in der Neuzeit bei Karl Barth, einem der sicher einflussreichsten protestantischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Die beiden bezogen sich hauptsächlich auf Paulus Brief an die Gemeinde in Rom, den so genannten Römerbrief. Denn der wird allgemein als einer der wichtigsten Briefe des Neuen Testaments angesehen.

Von seinen weiten Reisen nach Jerusalem zurückgekehrt, wurde Paulus in einen Streit um eine Entweihung des Tempels verwickelt, dann dabei festgenommen und zum Gerichtsprozess nach Rom überbracht. Wie uns nun überliefert wird, soll er dort so um das Jahr 50 verurteilt und hingerichtet worden sein. Wir wissen aber nicht, ob seine alten Pharisäer-Freunde sich bei ihm für seinen einstigen Verrat beim Wechseln der Seiten rächen wollten, und wie es dann zu der Hinrichtung mit welchen Gründen kam.

 

 

                     
 

 

 

                   

Der Irrtum des Apostel Paulus

Auch wenn einst Paulus sich die allergrößten Verdienste um das Evangelium Christi erworben hat, so darf doch nicht verschwiegen werden, dass es bei all dem Licht leider eben auch Schatten gegeben hat. Denn dadurch, dass er ja als ein geschulter Pharisäer die alttestamentliche Glaubensauffassung der Auferstehung von den Gestorbenen, unentwegt und unverändert weiterpredigte, setzte er sich damit in einen erheblichen Widerspruch zu Jesus. Offenbar kannte Paulus die entsprechenden Lehren Jesu nicht. Und er war auch nicht bereit, sich von den einstmaligen Zeugen und Jüngern Jesu eines anderen und vor allem besseren belehren zu lassen. Denn während sich bei Jesus alles Heilsgeschehen mit Gericht und Auferstehung im konkreten diesseitigen Leben abspielte, verlegte Paulus es traditionsgemäß nach alter jüdischer Lehre in ein mit dem Tod undefinierbares Jenseits.

Sämtliche Kirchen und Sekten allerorten haben bis in unsere Gegenwart gedanken- und kritiklos diesen zentralen Glaubensirrtum übernommen, und ihn zu einem Stützpfeiler ihrer in diesem Punkt unchristlichen Lehren gemacht. Denn der Tod ist und bleibt entsprechend unserem natürlichen Empfinden von Tod und stofflichem Zerfall der unabänderliche Schlussstrich unter das jeweils gelebte Leben. So war ja erkennbar vor unserer Zeugung bzw. Geburt für uns nichts, und nach unserem Tode wird für uns wieder nichts sein.

Denn laut Jesus geht das Leben nur im Leben und nicht im Tod weiter / z.B.: 

Mt 7,14  Aber die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum (zeiterfüllt ewigen) Leben führt, und nur wenige sind es, welche ihn finden! ( = Das wahre ewige Leben im zeitlichen Hier und Jetzt finden, und nicht etwa im ohnmächtigen Tod! - Jesus bezeichnet das zeitliche Dasein als vorweg genommenen Tod, weil es ein zeitlich bedingt zum Tod führendes Dasein ist.

Allein in diesem zeitweltlich begrenzten Leben wird der ansonsten unausweichliche Tod dank Jesus und auch nur mit ihm zusammen überwunden z.B.: 

Joh 5,24  Wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hört und demjenigen glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum (zeiterfüllt ewigen) Leben hindurchgedrungen.

Ausschließlich dafür und für nichts anderes sonst steht Jesus mit seinem Abendmahl sowie dem späteren Pfingstereignis. Seine unvergleichliche Botschaft handelte vom unvergänglichen Lebensreich in der Person Gottes, der das All selbst ist. Und dieses Reich wiederum steht gemäß der Johannesoffenbarung  für ein durch Selbst- und Weltüberwindung als geistige Wiedergeburt grundlegend verändertes Bewusstsein von sich selbst und der Welt. Bewirkt ist dadurch eine völlig neue auf dem universalen Geist basierende und damit ein für alle mal den Tod überholende Daseinsform der Zeiterfülltheit. Sie besteht demzufolge als zeiterfüllungsgemäß vollendetes Leben in einer zu unserer Zeitwelt fast identischen Ewigkeitswelt. Doch kann sie naturgemäß für jeden Selbst- und Lebensfinder erst im Moment seines persönlichen Zeitendes in Kraft treten.

Allein aus diesem Grunde nahm Jesus zu dem ihm entgegengesetzt jüdischen Auferstehungsglauben aus dem Gestorbensein heraus, sehr ernst und sehr eindringlich Stellung:

Mk 12,27  Er ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Darum irret ihr sehr! (Und deshalb irrte hier auch Paulus!)

Dass nun Jesus bei  Lazarus und später noch bei sich selbst eine untypische Auferstehung aus dem Grab heraus vorgenommen hatte, waren absolute Ausnahmen zur erforderlichen Machtdemonstration Gottes für den von Jesus bis zum Kreuzestod ständig beschworenen Glauben an ihn und den Vater. 

Bekanntlich beginnt das zeitlich begrenzte und somit tödliche Leben in Zeit und Welt mit der Zeugung und der Geburt, und endet bei solcher Voraussetzung auch wieder mit dem entsprechenden Tod gemäß: 

1Mo 3,19  Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen, bis dass auch du wieder zur Erde kehrst, von der du genommen bist; denn du bist Staub und kehrst wieder zum Staub zurück! Pred 3,19 Denn das Schicksal der Menschenkinder und das Schicksal des Viehs ist ein und dasselbe: die einen sterben so gut wie die andern, und sie haben alle einerlei Odem, und der Mensch hat nichts vor dem Vieh voraus; denn es ist alles eitel. Pred 3,20 Alle gehen an einen Ort: alles ist aus dem Staube geworden, und alles kehrt auch wieder zum Staub zurück.

Soll es für uns bei solch klarer Grundgegebenheit ein Überleben zu ewigem Leben geben, so muss dann im jeweiligen zwischen Geburt und Tod sich abspielenden Leben Anteil an demjenigen erlangt werden, der das Universum in Person ist. Wir kennen ihn bereits schon aus den Schriften der Bibel, aber insbesondere aus der Johannesoffenbarung als den Lebendigen des Alpha und Omega, bzw. des Anfangs und Endes, den uns Jesus Christus als seinen himmlischen (kosmischen) Vater  vorstellte. Doch wie sollen wir seiner in unserem so komplizierten Leben und Schicksal teilhaftig werden, als gerichtüberspringende Auferstehung aus dem Tod? Siehe hierzu das Zentralfaktum!

 

 

Noch ein grundsätzliches Wort zum Irrtum selbst!

Dadurch, dass der HERR einst folgendes von sich verkünden ließ:

Jes 42,8 Ich bin der HERR, das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem andern geben, noch meinen Ruhm den Götzen! Jes 48,11 Um meinetwillen, um meinetwillen tue ich's! Denn wie würde sonst gelästert! Und ich will meine Ehre keinem andern geben.

ergibt sich nun auf Ehre und Ruhm des Unvergleichlichen bezogen, dass, um vom nicht irren könnenden HERRN - als jener personifizierten Wahrheit und Wirklichkeit - auch in diesem Punkt unterscheidbar zu sein, absolut ausnahmslos jeder andere - nicht der Sohn oder Vater seiende Mensch - irren kann und irren muss!

lat. Errare humanum est = Irren ist menschlich!

Wie zuvor schon aufgezeigt, war der nachweisliche Irrtum des Apostel Paulus der von einer Auferstehung der Toten bzw. Begrabenen. Und auch der Papst darf sich demnach nicht unfehlbar nennen, um da dem einzigst nicht irren könnenden HERRN nicht zu lästern! In ihrer Vermessenheit taten und tun es aber trotzdem alle. Sie haben somit ihren Lohn darin, dass sie sich damit vor den Augen des  HERRN selbst disqualifiziert haben. Denn siehe:

Offb 21,22 Und einen Tempel (= eine Kirche) sah ich nicht in ihr; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel (= ihre Kirche), und das Lamm. Offb 21,23 Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

 

 

                     

 

 
 
 
 
 

 

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